England

Ab Oktober 2008 habe ich für einige Zeit in England gelebt.  Alle Berichte über meine hündischen Aktivitäten sind hier zu finden:

April 2009

So… Deutschland hat uns wieder

Wir haben Vieles erlebt und Etliches werde ich euch gleich erzählen… ein paar Dinge sind jedoch noch streng geheim.

Die letzten paar Wochen in Durham waren wunderschön. Wir hatten tolles Wetter und viele liebe Menschen um uns herum. Wir haben öfters nochmals den Strand genossen und waren auf Hunde-Events mit der Hundeschule unterwegs.

Das Highlight kam dann aber am Tag vor der Rückfahrt: Die Westglen-Show in der Nähe von Birmingham. Westglen ist Crufts-Qualifier, d.h. samstags war wieder die ganze „High Society“ vor Ort. Die Starters Klassen fielen dann auf Sonntag. Ich hatte für mich und Lou ja eine HTM-Choreo geplant, startete also in Starters HTM. Die Starters Klassen waren recht groß und wurden daher aufgeteilt, ich war im zweiten Teil dran, mit weiteren 11 Startern. Lou war gut drauf, mir fast schon zu gut, piepste er doch immer den anderen Hunden hinterher und spielte seine „Ich treffe nie andere Hunde“-Rolle perfekt. Das war natürlich nicht förderlich für meine sowieso schon flatternden Nerven. Glücklicherweise bemerkte ich nur so im Nebenbei, wer mich denn richten würde: Barry Bray, Attila Szukalek und Kate Nichols. Kate Nichols… ist das nicht? Na klar, das ist Kate mit Gin, die bei Britain’s got talent so erfolgreich teilgenommen hat… Ach du meine Güte….

Naja, recht zügig musste ich ins Umkleidezelt huschen, drückte den Loumi Pierre in die Hand, kam raus, wärmte ihn auf und zack waren wir schon dran, mit der Startnummer 2. Was soll ich sagen? Wir tanzten zu „Oh what a night“, die ersten zwei Tricks klappten gut, dann der Trick, der zum Übergang ins Fussgehen gedacht war, da war Lou kreativ und setzte irgendwelche komischen Drehungen ein und schien dann uninteressiert. Ich bekam ihn zurück in die Fußposition, er lief Fuß mit, aber überhaupt nicht schön und aufmerksam sondern eher so spazieren gehen/nebenherdackeln. Ich dachte schon innerlich „na, das wird was…“ dann der Wechsel zur rechten Fußseite und wer trabt freudestrahlend neben mir her? Genau. Aus dieser Position dann der Wechsel in eine „englische Fussposition“, Lou’s Schulter neben mir aber er läuft vorwärts, ich rückwärts. Er war supermotiviert, auch das Spannunghalten war klasse und nicht immer einfach, da ein langsamer Musikteil. Manchmal erschien er übermotiviert, drückte mir ins Front, kam aber wieder schön raus. Da er es mit Regelmäßigkeit tat, hätte es fast so aussehen können als sei es geplant. Der Übergang mit Umkreisen klappte sehr schön, und dann ging Lou’s Lieblingsübung los, die Rumhüpferei J : Mensch bewegt sich seitwärts, Hund läuft mit Schulter zum Bein mit. Hier war ich mit meinem Rücken zu den Richtern, nicht ideal, allerdings wechselte Lou von vornen nach hinten durch und zeigte wunderschöne Arbeit direkt vor den Richtern ohne mich, die ihn im Blick hatte. Mein Herz tanzte J und dann, was dann kam, verblüffte mich völlig: mein Hund bellte. Es waren drei/vier typisch tiefe Beaglebeller, die eindeutig zu sagen hatten: „He du, ich hab so schön gearbeitet, jetzt rück’ mal was raus“. Ich musste grinsen und habe dann den stoppenden, bellenden Hund noch zu der Abschlussequenz überredet.

Hinter dem Ausgang stand Pierre schon mit der Leber bereit und ließ Lou genüsslich mit dem Kopf in die Tupperschüssel versinken, was selbst das sonst so begeisterungskarge Publikum in „ahhh“ und „oooh“-Rufe verfallen ließ. Ich konnte kaum ausatmen, da kamen schon meine Bekannten angedüst. Ich war umgeben von: „Ach das war doch toll“, und „sehr schöne Teile mit drin“ während ich versuchte zu sagen, dass ich zufrieden bin, aber das es nicht so toll war, wie sie sagen. Der Loumi durfte dann noch eine Runde pieseln und toben und verschwand dann erschöpft in seiner Box. Die Siegerehrung war direkt nach der Klasse angesetzt, aber ich machte mir sowieso keine Hoffnungen. Wir gingen also wieder rein, schauten die letzten paar Starter an, als es hieß, man solle sich bereithalten. Eigentlich wollte ich das gar nicht, Pierre meinte jedoch, ich solle wenigstens Mal von der Tribüne runter. Gesagt, getan, ich lief also zu den Aushängen, um mir die Ergebnisse von gestern anzuschauen. In Westglen läuft es so, dass nur die Plätze 6 und besser öffentlich bekannt gemacht werden. Als Platz 6 bei uns von jemand Anderem belegt wurde, dachte ich schon, dass natürlich nichts für mich dabei ist und las entspannt weiter. Platz 5. Ich war gerade bei den Advanced HTM Ergebnissen und hatte Heather Smith erspäht. Platz 4 und ein Name wurde ausgerufen, der meinem sehr ähnlich klang. Als dann noch Lou’s Kennelclub registrierter Name aufgerufen wurde, der 3 Wörter vor „Lou“ hat, konnte ich es nicht glauben. Ich lief also los in den Ring und muss fassungslos geguckt haben. Attila überreichte mir meine Schleife und eine Art Urkunde, auf der meine Aufstiegspunkte vermerkt sind. Sein Kommentar war „Ein bisschen mehr Heelwork wäre noch schöner“. Ich ließ ihn nicht wissen, dass die Choreo mehr Heelwork enthalten hätte, wäre es nach mir gegangen, und nicht nach meinem Tanzpartner J

Selbst auf den Fotos sieht man mein verdattertes Gedicht…

Leider werden die Punkte in England nicht online gestellt, ich hatte sie zwar aufgeschrieben aber sie haben die Überfahrt nicht überlebt… Umso erstaunter machte mich, dass ich nur durch den Abzug eines Punktes auf Platz 4 gerutscht bin, sonst hätten wir die höchste Punktzahl gehabt. Ich kann das von meinem Gefühl her zwar so nicht rechtfertigen, aber es freut mich natürlich sehr.

Nachdem viele Fotos geschossen wurden, wurde ich wieder umringt und ging zu Pierre auf die Tribüne um ihn zu bitten, mich mal zu zwicken, nicht ohne ihm vorher vorgeworfen zu haben, er müsse jemanden bestochen haben.

Erst als er mir bestätigte, dass ich tatsächlich den 4. Platz ertanzt hatte, gingen wir noch eine wunderschöne Runde im Park spazieren und traten dann so langsam die Heimfahrt an.

BILDER hier

Was für ein Abschluss!!!

07. März 2009

Crufts-Wochenende!!!!

Aber erstmal der Reihe nach:
Das Seminar mit Hetty war gut, und das obwohl außerhalb der Halle geschossen wurde und das das Beagletier in Angst und Schrecken versetzt hat. Ich kam zugegebenermaßen ein bisschen unvorbereitet, weil die Uni so stressig war, aber ich hab die verschiedenen HTM-Positionen aufpoliert.

Uuuund dann bin ich auf zur Crufts! Es gibt nur ein Wort um die Crufts zu beschreiben: Wow! Mit jedem Tag wuchsen die Besuchermassen und nur früh morgens oder spät abends konnte man shoppen gehen. Shoppen ist auch das richtige Stichwort 🙂 Aber der Grund warum ich eigentlich da war, war das internationale Freestyle Finale. Da Lynn leider zurückziehen musste, lastete die geballte Fanpower auf Claudia. Und ich glaube wirklich, dass wir am lautesten geschrien und gepfiffen haben, die 2 Köppels, Claudias Schwester, Anna und ich 🙂
Claudias Tanz war superschön und sehr, sehr harmonisch. Die der anderen Teilnehmer waren natürlich auch nicht zu verachten, mit mehr oder weniger Begeisterung meinerseits… nur das Richten, mit dem war ich so gar nicht einverstanden….
Hier findet ihr die Ergebnisse:

Zwischendurch habe ich ein bisschen Obedience und Eukanuba-Mini-Agility angeguckt, war superschön zuzugucken. Leider gab es auch ganz viele Schockmomente: die Showkondition der Hunde war teilweise furchtbar: Schokobären, auf denen man mühelos ein Tablett abstellen konnte, wurden da als Labbis ausgewiesen. Plüschbobbel als Border Collies, Bobtails oder Pudel. Und natürlich Bulldoggen, die 3mal so viel wogen, wie sie eigentlich sollten. Die Beagles waren am Donnerstag dran, das kann ich deshalb nicht beurteilen… aber mir schwant, dass es hier auch immer zu klobiger, fetter und showiger geht.

Mein Beagle-Exemplar hat sich übrigens vorbildlich verhalten. Ich hab ein paar schöne Spaziergänge mit ihm rund um das NEC gemacht, bietet sich echt an, hat einen schönen See dort. Und zwischendrin hat er ganz brav geschlafen. Wir haben natürlich auch eine kleine Trainingsrunde eingelegt: Atmosphäre üben 🙂
Auch da war er klasse drauf, kaum abgelenkt und das trotz Megakulisse. Das kontinuierliche Training zahlt sich so langsam aus.

Es war also generell ein tolles Erlebnis und ich hoffe jetzt schon darauf, nächstes Jahr irgendwie wieder hingehen zu können…

20. Februar 2009

Es ist einfach toll, hier so direkt am Geschehen zu sein! Es ist viel losgewesen in letzter Zeit, aber der Reihe nach:
An einem Samstag haben wir mit der Hundeschule einen wunderschönen Strandspaziergang unternommen. Ca. 15 Hunde und ihre Menschen haben da den kompletten Strand blockiert. Wir waren in der Nähe von Hartlepool an einem wunderschönen Küstenabschnitt und sind im hin durch die Dünen spaziert und im zurück direkt am Meer entlang– herrlich! Der Loumi-Streber war superanständig, abgesehen davon, dass er ab und zu gecheckt hat, dass die erste Gruppe, die vorausgelaufen ist, noch da ist. Er hat sich sogar Bewunderung von den anderen Hundebesitzern eingesammelt, der kleine Dickkopf.

Am Tag drauf fand ein Clickerseminar mit Angela White statt. Angela ist einfach toll! Das Seminar war zwar eher auf Anfänger ausgerichtet, aber das hat mir und Lou auch mal wieder gutgetan…Basics auffrischen tut immer gut… und Lou fand‘s klasse: So viele Clicks für so wenig Arbeit?! Und dieses Mal durfte ich Lob einsacken, für das kontinuierliche Arbeiten mit einem Beagle…. Es war also ein rundum gelungenes Wochenende!
Außerdem hab ich in einem Anflug von Größenwahnsinn Lou zu seinem ersten englischen Dogdance-Turnier gemeldet. Das an sich ist ja noch nichts Schlimmes… aber es ist die heelwork division 🙂 Wir werden also einen Tanz mit sehr viel Fussarbeit zeigen, vor ein paar Jahren noch undenkbar! Es gibt zwei Gründe hierfür: ich wollte schon immer mal in Heelwork to music starten, anstatt in Freestyle, und außerdem ist das Turnier kurz vor unserer Heimfahrt nach Deutschland, und da die HTM-Klasse zeitlich günstiger liegt…
Ich bin seeehr gespannt und eigentlich gibt es nur 2 Extreme, die uns erwarten könnten: totale Katastrophe oder übermotivierter kleiner bunter Hund. Und falls das erstere eintreffen würde, kann ich ja eine Trainingsrunde daraus machen. Toll ist auch, dass das Turnier von dem Club organisiert wird, der das Richterseminar mit Kath auf die Beine gestellt hat, im Club selbst tanzen derzeit 9 Richter.  Eingeladen zum Event sind 24 Richter, darunter Attila Szukalek, das Toplodge-Trio Kath, Karen und Lesley, Richard Curtis, Heather Smith… und während ich das hier schreibe, hoffe ich das das bunte Tier einen guten Tag hat und es ein krönender Abschluss für unser Englandabenteuer wird. Ansonsten erheitern wir die gesamte Dogdance-Welt der Insel… aber das wäre ja nicht das erste Mal 😉
Außerdem muss ich mein Jogging-Programm ausdehnen um den Ring von 16mal 13m voll ausnützen zu können ohne aus der Puste zu kommen… komplett andere Dimensionen als zuhause also.

Naja, in 2 Wochen geht‘s Crufts gucken und Claudia und Lynn zujubeln, am Sonntag geht’s zu Hetty eine Runde die Choreo für Westglen aufpolieren und zwischendrin noch ein bisschen Uni…

Achso, und hab ich schon erwähnt, das Beagles Jagdhunde sind?! Hat das Loutier heute mittag um 15.00 Uhr ein paar Rehe „aufgescheucht“. Wir spazieren nichtsahnend durch den Wald als keine 10m entfernt eine Reh-Familie meint sie müsste mal eben schnell den Trampelpfad im Höchsttempo überqueren. Lou stand da, guckte es sich an, und stiefelte freudestrahlend zu mir: „Frauchen, hab‘ Wild gesehen, rück schon raus die Leckerchen!“. Zur Belohnung haben wir dann gemeinsam Rehspuren verfolgt… der Dicke ist schon ein Goldstück (mal sehen, ob ich das nach Westglen auch noch schreibe… 😉

Februar 2009

Wir sind wieder gut in Durham angekommen. Auf der Heimfahrt haben wir in Coventry gestoppt und das Turnier besucht. Was soll ich sagen?! Es war genial! Die üblichen Verdächtigen sind unter den ersten 10 und werden somit am Donnerstag bzw. Freitag auf der Crufts tanzen, und dann eventuell am Samstag im internationalen Finale stehen.  Und wenn ich schon in England bin, lasse ich mir das jedenfalls nicht entgehen…
Weil ich gefilmt habe, gibt‘s leider keine Foto-Impressionen von Coventry von mir, aber hier ein Link mit Fotos von allen Klassen und Startern: Rivergate Photography
Mel‘s und Donna‘s Hundeschule hat jetzt auch eine eigene Website, lege ich euch wärmstens ans Herz, und falls jemand mal nach Nordengland kommt: Karma Canine
Das Tolle ist, dass ich mit Mel zusammen die Trainingshalle für eigene Zwecke mitbenutzen darf, ist natürlich superklasse, wenn man von den  nicht mal 2 Quadratmetern ausgeht, die ich daheim zum Üben habe. Das heißt der Loumi muss jetzt laufen, laufen, laufen 🙂
Außerdem hat Donna ein First-Aid-Seminar gehalten, es war sehr interessant und dank Mel‘s Hündin Molly auch sehr anschaulich. Habe zuhause direkt die verschiedenen Verbandsarten an Lou ausprobiert, glücklicherweise war er vom Toben ziemlich müde und hat es über sich ergehen lassen.
Ursprünglich wollte ich noch ein Seminar mit Joana Hill besuchen, leider hat es aber nicht stattgefunden, hoffe sie noch irgendwie zu „erwischen“.
Leider neigt sich mein Englandaufenthalt langsam dem Ende zu… ich muss nämlich früher nach Deutschland zurück als geplant, und das, obwohl es hier soooo schön ist. Naja, ich muss halt nervige Prüfungen schreiben, und sonst würde sich mein Studienabschluss um ein Jahr verschieben. Und 1 Jahr ist im Vergleich zu 2,3 Monaten eben doch recht viel.. Ich genieße auf jeden Fall die Zeit, die ich noch hier bin, versuche so viel wie möglich mitzunehmen, und kann ja wieder kommen. Dank meiner lieben Freunde hier, habe ich schon genügend Übernachtungsmöglichkeiten 🙂
England ist ja nicht aus der Welt und ich freue mich auch wieder auf daheim und all‘ die lieben Menschen von Zuhause. Und wer mich kennt weiß, dass das nächste britische Abenteuer mir sowieso schon wieder im Kopf rumspukt.
Aber jetzt geht‘s erst mal am 22. zu Hetty, dann auf die Crufts, und dann kommen mich meine Eltern und danach Pierre und seine Schwester besuchen. Und dann im April folgt wieder das Studentenleben an ‚ner deutschen Uni *seufz*.

30. Dezember 2008

Über Weihnachten hat es uns heimgezogen—Heimaturlaub, sozusagen. Am 08. Januar geht‘s dann wieder nach England und am 10. erleben wir dann unser erstes englisches Turnier, und dann gleich die Semi Finals, also das Halbfinale für die Crufts. Vor Ort sein werden auf jeden Fall u. A. Kath und ihr Top Lodge Trio als Tänzer und Kay und Attila als Richter, ich bin schon sehr gespannt! In England muss man sich für die Crufts qualifizieren, das wichtigste Turnier ist hierbei das Semi-Final, dann geht‘s zum Final, das bereits während der Crufts ist und direkt am nächsten Tag(!) findet das internationale Turnier statt, bei dem dann auch die Schweiz und Deutschland (*winkewinke Mädels*) vertreten sein wird. Das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen, ein Trip nach Birmingham ist also schon fest eingeplant. Lou und ich sind selbst gerade sehr faul, ich beschränke mich eher auf die weitere Ideensammlung für die Choreo(s), während Lou nur ab und zu ein paar Trainingseinheit abbekommt, dafür aber viel Auslauf und Blödelei. Außerdem bin ich mit den neuen deutschen DVDs und Büchern ausgestattet, viel Zeit zum Entspannen, also 🙂

13. Dezember 2008

Huch, wie die Zeit vergeht…
Hier in England hatte es den ersten Schnee, was in ein völliges Chaos ausartete… Lou wiederum, fand‘s klasse. Wir hatten Besuch von Pierre und Lou war sichtlich erleichtert, ihn endlich wieder zu sehen, wir beide haben ihn ganz schön vermisst….
Meine Mitbewohner diskutieren über ein Weihnachtsgeschenk für ihn und haben eine „appreciation society“ gegründet. Wie man sieht, kann der Dicke also nicht klagen.
Ich muss ihn auch echt loben, er macht alles hier problemlos mit, tut so als ob er schon immer in einer verrückten, internationalen WG wohnt, und naja, „British“ ist er ja so oder so 🙂
Und überhaupt, ist er ein ziemlicher Streber. Der kleine Mann zeigt gerade einen Arbeitswillen, der mir fast schon unheimlich ist…
Das führte dazu, dass wir heute an gleich 2 „assessments“, also Prüfungen teilgenommen haben. In der Hundeschule, in der ich arbeite, wird das Kennel Club Good Citizen Scheme abgenommen, eine Alltagsprüfung, die es in mehreren Abstufungen gibt. Zusammen mit Boo, der BC-Hündin von Mel, hat er das Bronze Level mal kurz in ein paar Minuten durchgespielt. Für den Silver Award sind wir dann gemeinsam mit dem regulären Kurs in die Prüfung gestartet. Und Lou hatte mächtig Spass dabei, er ist wunderschön neben mir hergetrabt und hat mich angestrahlt. Das sich überall Anfassenlassen hat er zwar geduldig ertragen, aber man konnte deutlich den angeekelten Blick erkennen, als Heather in rundrum abtastete. Ich bin sehr stolz auf das Monster, zumal alles ohne Bestärkung ablief und er ja ab und zu leichte „Motivationsprobleme“ hat, wenn es keine direkte „Bezahlung“ gibt.
Ja, und was das Dogdance betrifft, bin ich sehr froh, dass unser Wohnzimmer groß ist. Unsere Trainingssessions werden oft von meinen Mitbewohnern und/oder Freunden begleitet, die total fasziniert sind und des öfteren in „He is soooo cute“ Ausrufe verfallen. Lou genießt es sichtlich und entwickelt sich zu einem echten Angeber. Da er momentan so viel Spass am Arbeiten hat, werkeln wir gerade an vielen neuen Ideen und mir spuken gleichzeitig 2 Choreos im Kopf rum. Mal schauen, ob seine Grundstimmung so bleibt, vielleicht starten wir dann nächstes Frühjahr hier in Barnard Castle oder oben bei den Beardies in Schottland. Ich werde derweil im Januar in Coventry sein und beim Crufts-Qualifier in Ryton zugucken. Das trifft sich sehr geschickt, ich fahre nämlich über Weihnachten nach Deutschland, und dann wieder zurück nach Durham, bin also sowieso „da unten“. Apropos „unten“: ich habe dank Mel entdeckt, dass Angela White nur ca. 1 Stunde südlich von Durham wohnt… werde da sicher mal vorbeischauen.

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten & ‚nen guten Rutsch!

01./02. November 2008

Es liegen ereignisreiche Tage hinter mir… Ich bin in ein typisch-englisches Häuschen gezogen, indem Lou sein privates Zimmerchen hat (das eigentlich ein Gästezimmer ist, aber versucht mal ihm das klarzumachen), die Samstage in der Hundeschule sind klasse und dieses Wochenende war ich in Schottland, wo Heather Smith ein Seminar mit Attila abgehalten hat. Das Loutier war nach einer Erkältung etwas platt und so habe ich nur teilweise mit ihm gearbeitet. Das Seminar war natürlich genial, die Hinfahrt weniger… das Grenzgebiet zwischen England und Schottland war recht vereist.

„Daheim“ kam das Clickermagazin mit meinem Artikel über das Training mit Wasserschildkröte Rosi raus… es ist wie die erste Ausgabe super interessant! An der Uni beschäftige ich mich gerade mit dem Erlernen von räumlichen Beziehungen bei Kolibris und Raben, die an Seilen ziehen um an Futter zu gelangen. Das Niveau ist sehr anspruchsvoll und dementsprechend sehr interessant.. Ich freue mich auf die kommenden Monate!

12. Oktober 2008

Heute bin ich nach Birmingham gedüst um an einem Richterseminar teilzunehmen. Der englische Kennelclub überarbeitet gerade seine Richterzulassungen und nach den neuen Regeln gehört ein Seminar auch dazu. Kath Hardman leitete das Seminar mit viel Elan und ich hatte viel Spass inmitten der englischen Kollegen. Den Test am Ende habe ich bestanden, d.h. ich dürfte theoretisch in England richten. Meine Fehler im Test lagen im Bereich der Zeiten… naja, ich war noch nie der Freund von Choreos über 4 Minuten 🙂

Zwischenzeitlich habe ich mir das örtliche HTM-Training angeschaut, Lou war auch superbegeistert dabei… Die Damen um Sue, die Leiterin, waren sehr von ihm angetan. Ich werde jedoch nicht regelmäßig da sein, es handelt sich um ein Gruppentraining mit klaren Vorgaben und das ist nichts für uns…  ich übe lieber meine Choreosequenzen etc.

Außerdem habe ich das große Glück, meine Samstage in einer Hundeschule verbringen zu dürfen. Es handelt sich um Welpi-Training, Kennel Club Award Training und den After School Club… vielen Dank hier, Mel für dein Vertrauen, es bereitet mir sehr viel Freude mit dir zu “arbeiten”.

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