Roadtrip-Abenteuer

Anfang November sollte sich 10 Tage alles um Hunde, Hunde und nochmals Hunde drehen – herrlich! Zwei Eckdaten standen: die Austrian Open in Graz und ein Obedience Seminar mit Kamal Fernandez bei Hannover. Die Idee zu einem gemeinsamen Hunde-Urlaub mit Anna war mir/uns schon Anfang des Jahres gekommen, und jetzt war es endlich soweit….

Es war wunderschön, total verrückt, anstrengend, lehrreich und wahrlich ein Abenteuer!

Aber von vorne:

Freitag Abend düste ich mit Sack und Pack zu Anna nach München. Dort angekommen waren wir uns unschlüssig, ob wir direkt nach Graz weiterfahren, oder noch auf Claudia warten sollten, die das WE in München verbrachte. Wir wollten zuerst noch schlafen, entschieden uns dann aber doch zum Fahren und schliefen einfach abwechselnd während der Fahrt. Zuvor hatten wir noch alles in Annas nicht allzu kleines Auto gestopft, Gepäck hatten wir nämlich reichlich, bei 2 Mädels und 5 Hunden auch kein Wunder.
Und die Reise fing so an, wie sie weitergehen würde: an irgendeiner österreichischen Mautstation schrottete ich das schon etwas betagte Fahrer-Fenster von Annas Auto …

In Graz angekommen suchten wir verzweifelt nach einem Stück Grün (“das ist doch Österreich, da muss es doch was Grünes geben?!”) und fanden dann ein kleine Wiese in der Nähe eines Tierheims. Ich hatte nicht drangedacht, Lou direkt seinen Mantel anzuziehen und die Kombi warmes Auto – feuchtkalter Boden tat ihm gar nicht gut: er lief fürchterlich… Er hätte eigentlich seit Langem mal wieder in Fun starten dürfen, da er in letzter Zeit super drauf war, aber diesen Start zog ich natürlich zurück – armes Bubi. Darwin hatte zwischenzeitlich bemerkt, dass Lia läufig war, wir konnten ihm aber Annäherungsversuche ausreden *grrrr*

Nach einem Frühstück beim Restaurant zur Goldenen Möwe ging’s dann mit dem Turnier los. Der Ring war schön groß, größer als Winterthur, es gab 2 Tribünen und eine riesige Halle nur für uns Dogdancer. Die Messe ansich fand zum ersten Mal statt, toll war das begeisterungsfähige Publikum und die Unterstützung durch Politik und Tierschutzvereine.  Einziges Manko war die mangelnde Auslauffläche – man musste gut 15 Minuten fahren, um an Grün zu kommen. Wir fanden allerdings schnell raus, dass sich das übrige Messegelände für Kurzspaziergänge recht gut eignete.

Nach einem leckeren Essen beim Chinesen sind wir recht schnell ins Bett gefallen… am nächsten Tag stand Darwins erster Start in Klasse 1 an und natürlich die österreichische Meisterschaft 😀
Ich war zunächst noch skeptisch, ob das Winnie überhaupt arbeitsbereit war, nachdem er im gleichen Auto mit der sooooo gut riechenden Lia saß, aber Darwin war super… es sollte unser erster Test in der 1 sein, einfach um zu gucken, ob er dafür reif ist… es war absolut chaotisch, im Prinzip stimmte nur der Anfang, dann stoppte Darwin anstatt das Bügeleisen zu bringen, sprang über das Brett anstatt es zu Umrunden usw. – aber er zeigte wohl eine sehr schöne Fußarbeit 😉 Trotz einer Manipulation meinerseits – das pöhse Frauchen hat den schnüffelnden Winnie angestupst – ja auch Richter tun das manchmal, vorallem bei Winnies, obwohl es nicht schön ist…. haben wir sogar einen Aufstiegspunkt ergattert, auweia 😉 Und das obwohl zusätzlich noch dazukam, dass Darwin morgens mit österreichischem Wild Bekanntschaft machte, dieser Misti!!!!

Die Austrian Open war eine runde Sache, es gab keine Zwischenfälle und die ersten 3 Plätze sind sogar im Land geblieben 🙂 Danke an Monika und Karl für’s Organisieren!

Abends waren Anna und ich dann in der urig-rustikalen Steirer Stuben, mensch war das Essen lecker! Die Bedienung war auch eine echte Type, schnapserlt noch mit uns als die Chefin weg ist.

Die Nacht und die Wanderung am nächsten Tag waren etwas unentspannt aufgrund von bestimmten Männern unter uns, die gerne eine bestimmte Dame beglückt hätten…. Männer eben.

Zurück von der Wanderung blinkte die Motordiagnoseleuchte von Annas Auto und wir machten uns auf zum ÖAMTC Lienz, der uns viel Spass bereitete 😀 Gleich auf Anhieb fanden wir danach ein nettes Gasthaus und fanden uns im Kaiserschmarrn-Himmel wieder.

Nach einem Besuch in der Autowerkstatt und einer Hunderunde ging’s auf nach Passau, wo wir Annas Freundin besuchten, die Altstadt genossen und alle 3 Flüsse bewunderten. Mitten im Nirgendwo (lies Bayerischer Wald) ergatterten wir die nächste Pension, deren Besitzer uns einfach so den Schlüssel überließen. Bei einem leckeren Salat ließen wir den Tag ausklingen. Nachdem Darwin bisher unauffällig in Bezug auf Lias Läufigkeit gewesen war, fing dieser nun an, etwas anstrengend zu werden, und die Darwin + Lia Runden bzw. Balou, Möp und Lou-Runden wurden zu Lia- und Männerrunden. Ganz  schnell düsten wir los nach Nürnberg in den Hundemaxx – das Paradies für Hundehalter, die Hölle für deren Geldbeutel. Nachdem Lia sich unsere Cookies einverleibt hatte, Anna mir aus Versehen den Daumen einklemmte, trafen wir uns mit Judith und Zita im Hundepark. Loumi machte ein paar Rentnerübungen, Darwin flitzte zu fremden Hunden (arghhhhh) und Anna übte mit ihren 3 schickes Obedience, Judith und Zita Dogdance. Danach begaben wir uns in dem MCes um ordentlich zu quatschen. Quartier durften wir bei Domi und ihrem Freund Olli beziehen – nochmals ganz lieben Dank, die Pizza war absolut köstlich und der Whiskey erst 😀 und euer Haus ist ein Traum!

Morgens gings dann los Richtung Hannover – unsere Endstation.
In Hannover angekommen wurden wir von Eva und Volker begrüßt und durften direkt mit zu Eva auf den Platz beim Training zugucken und selbst trainieren. Eva’s Platz ist wunderschön und supergroß – trotz Eiseskälte hatten wir unseren Spass und Katja stieß auch noch dazu. Eva und Volkers Haus mutierte an diesem Wochenende zu einem Hotel für Obedience-Verrückte mit Hund – danke dafür 😉

Nachdem bei allen anderen die Verliebtheit abebbte, erreichte sie bei Darwin einen Höhepunkt. Er war ein Stressbolzen pur und selbst als ich alleine mit meinen Zweien im Zimmer war, konnte er sich kaum beruhigen – furchtbar. Trotz der anstrengenden Nacht freute ich mich auf den nächsten Tag – wir gingen entspannt eine große Runde, aßen ganz lecker und halfen noch ein bisschen beim Einkaufen mit als dann Trudy, Karin und der Rest eintrudelte.

Und dann war auch schon Seminartag!!! Was gibt es zu schreiben?! Alle 3 Tage waren klasse! Super Übungen in der Gruppe, detailliertes Training für alle einzelnen Teilnehmer, viel Spass für Mensch und Hund und ein super Trainer. Die anwesenden Hunde waren auch fast ausnahmslos ein Augenschmaus, und Anna und Lia staubten super viel Lob ab 😀 Katjas kleiner Skip machte ganz tapfer alles mit, und Darwin überraschte mich auch positiv vorallem bei den Übungen mit 11 anderen Hunden im wilden Spiel blieb er bis fast zum Schluss supermotiviert dabei. Und dass wir das ehemalige und das neue Worldcup-Team bewundern durften, war das Sahnehäubchen.

Beim abendlichen Essen fanden wir dann heraus, dass ich nicht aus Deutschland kommen kann, und lustige Verwandschaftsbeziehungen zu den übrigen Anwesenden habe – wir hatten also viel Spass 😀

Am Dienstag machten wir uns dann leider – selbst 3 Tage Seminar scheinen zu kurz – wieder auf gen Süden. Natürlich endete die Reise so chaotisch, wie sie anfing: mein Auto sprang nicht an… mithilfe von Annas Nachbarn und dem ADAC konnte ich dann doch heimfahren…

Zusammengefasst: Danke an alle Bettstifter, an Anna für die verrückten Tage und an unsere unglaublichen Hunde … was für ein unvergesslicher Urlaub 😉 das schreit nach Wiederholung, vielleicht nächstes Mal ohne Boxenluder-Arrest für die arme Lia….

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