EUROPAMEISTERSCHAFT

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Wahnsinn. Ich bin immer noch geplättet von diesem genialen Wochenende.

Aber von vorne…

Die offene Europameisterschaft im Dogdance in Deutschland abzuhalten, war eigentlich Carmen Schmids Idee. Und An der OEC 2012 in Prag, die ich gerichtet habe, durften wir das dem OEC Kommittee vorschlagen. Aserbaidschan wolte sich auch bewerben, entschied sich dann aber für die Durchführung 2015. Also bekamen wir einstimmig den Zuschlag.

Ende 2012 begann dann das Überlegen, wir klapperten Hallen ab, hatten Ideen, verwarfen diese wieder usw. Mein Favorit wäre eine Halle in Kassel gewesen, das wäre aber recht teuer gewesen. Und dann war da Carmen Schmid mit ihrer Idee, die OEC auf der Messe “Animal” in Stuttgart abzuhalten. Zunächst war ich nicht begeistert, hatte ich die OEC doch als sehr familäres Event kennengelernt. Ich suchte also nach Alternativen und es kamen Vorschläge von den Mitgliedern. Doch irgendwie wäre die OEC auf einer Messe auch eine Riesenchance für unseren Sport. Also entschied sich der Vorstand dafür.

Irgendwie fühlte ich mich jedoch diesem familiären Geist verpflichtet und suchte nach Ideen, diesen zu erhalten. Und so kam da die Idee des Teamhotels auf. Gar nicht einfach, ein hundegerechtes Hotel für um die 100 Teams zu finden – aber wir fanden es mit dem Relaxa Waldhotel Schatten in Stuttgart Büsnau. Dort sollte auch das get-together-dinner und das OEC-Meeting stattfinden…

Und weil die Homepages der OECs bisher immer auf wordpress-Basis liefen, fragte ich nach, ob ich mich um die Homepage kümmern durfte…. gesagt, getan. Axel modifizierte das Logo noch in etwas fröhlicher und entsprechend der deutschen Farben und es konnte losgehen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich es ins Team schaffen würde.

Das tat ich aber und wow, was eine Ehre für Deutschland im Team zu sein, im eigenen Land… Und dann noch mit dieser Mannschaft. Aber dazu später mehr 🙂
Die Homepagebetreuung lief recht entspannt an, hier und da etwas hochladen, doch das sollte sich ändern. Ich hatte gedacht, dass das ein recht einfacher Job war, hatte aber nicht daran gedacht, wie viele Teams teilnehmen würden und dass diese ihre Infos einzeln schickten… Die letzten 3 Wochen vorher war das ein Knochenjob mit mehreren Stunden pro Tag – aber im Vergleich zu Carmen Schmid hatte ich nichts zu tun 😉

Das Training mit Darwin verlief super. Wir hatten unsere wöchentlichen Tanzschulentrainings, ab und an Outdoortraining und dann St.Gallen und Freiburg, die als Generalproben gedacht waren. Wegen der OEC-Homepage und der Übersetzung meines Buches musste ich St. Gallen absagen und Sandra Roth sprang mit Lizzy ein (vielen Dank nochmal dafür!) – so blieb also Freiburg. Es passierten noch einige Patzer und ich war rundum super angespannt. Neuer Job, Buchübersetzung, OEC-Website, Training, Richten… es hätte entspannter sein dürfen, aber der Kerl war prima.

Dann gab es noch Einiges mit dem Amtsveterinär zu regeln, die Essensauswahl war unglücklich, das Richterbriefung musste über die Bühne gehen usw… und endlich war es dann soweit.
Freitag 8.00 Uhr Start des Teamtrainings… nur wir waren nicht dabei, ich musste ja arbeiten. Um 14.30 Uhr kamen wir dann endlich (mit Requisiten, 2 Hunden, Pierres Amerika-Gepäck und sonstigem Krimskrams) in Friedrichshafen los. Um ca. 17 Uhr kamen wir dann in Stuttgart an, Heather rief an, wusste nicht, wo sie hinsollte, alles war schon im OEC-Fieber 🙂
Das Training für Deutschland war natürlich längst vorbei, also übte ich kurz im Vorbereitungsring ein paar Sequenzen mit Winnie, der wie immer 100% bereit war. Und dann ging es auch schon weiter zum Dinner. Ich hatte dem Hotel versprochen, dass Dinner einzukassieren, war also schon viel früher da. Die Teilnehmer trudelten ganz unterschiedlich ein, sodass wir von 20 Uhr – 22 Uhr mit der Essensmarkenausgabe beschäftigt waren. Puuuh. Ich hatte so Kopfweh und Durst… und gab dann irgendwann auf. Um 22 Uhr noch kurz was gegessen, alle anderen waren schon fast fertig und wir saßen müde und bedröppelt rum. Mhhh… irgendwie hatte ich mir das nicht so vorgestellt…. naja, so ist das halt. Dann machte Pierre noch die Abrechnung mit dem Hotel, amit ich noch kurz relaxen konnte und wir fuhren noch 30min zu meinen Eltern zum Übernachten. Lou durfte da schon den Nachmittag verbringen, sonst hätte er so lange warten müssen, unser Opi. Dann ging’s ins Bett. Meine Nacht war schlaflos und ich träumte von meiner Choreo – das kann ja heiter werden, dachte ich…

Aber es wurde viel besser! Morgens konnte ich wirklich nur einen Bissen frühstücken, dabei ist mir Frühstück normalerweise heilig…
Mit Lou und Winnie im Gepäck ging es erst Mal zur Messe. Da war soweit alles klar, also liefen wir entspannt spazieren und packten die Jungs in ihre wohlig warmen Mäntelchen ins Auto – da können sie am besten entspannen. Um kurz vor 11 Uhr zog ich mich so langsam um. Um 12.56 sollten wir dran sein, ab 12.48 Uhr durften wir in den Vorbereitungsring. In meiner “Tribute von Panem” Kluft bekam ich dann um 11 Uhr so langsam Panik, weil ich Steffi nicht erreichte, mit der ausgemacht war, dass sie mir meine Haare inkl. eingeklippten Extensions zur typischen Katniss-Frisur frisierte. Zum Glück sprang Sandra ein und machte einen fantastischen Job! Als ich auf dem Weg war, Darwin zu holen und vorher noch schnell auf’s Klo eilte, kam mir Steffi entgegen 😉

Darwin war supercool. Ich brachte ihn kurz nochmal zum Pinkeln, was er sofort tat und ging dann mit ihm in die Team-Zone. Dort durfte er noch kurz in seiner Box etwas Kraft tanken. Von oben sah ich sie dann alle auf der Tribüne: Pierre, meine Eltern, Sabine, Yvonne und Manu – und als Überraschungsgäste Nina und Dominic – wahnsinnig genial so eine Unterstützung zu haben 😀 Ich wurde so langsam ganz ruhig.
Vor mir verließ Marina mit ihrem Gwydion den Vorbereitungsring. Verrückt, direkt nach so einem Team, das schon jahrelang immer wieder ins Finale spaziert, auf einer Europameisterschaft tanzen zu dürfen. Ich holte mein Podest und Pfeil und Bogen. Dann holte ich Darwin. Durchatmen. Komischerweise war ich im Vorbereitungsring ganz ruhig. Ich wärmte Darwin auf und fragte kurz ein paar Sequenzen ab… ich dachte, die Aufregung würde unten noch kommen.

Therese nahm mich in den Aufzu mit, mitsamt meines schweren Podests. Darwin der Schussel holte sich direkt noch eine Kopfnuss ab, weil er vorpreschte und an einen Podestfuss stiess. Unten dann ging die Tür auf und man stand in einem schmalen Korridor, gesäumt von Zuschauern. Ich durfte direkt zur Musikprobe in den Ring – mann war der riesig…. Musik lief, guuut. Ich war immer noch ruhig. Dann legte ich Podest und Pfeil+Bogen an ihren Platz. Ok, jetzt wurde es ernst. Es kribbelt heute noch in mir, wenn ich das schreibe. ich verlasse den Ring um Winnie zu holen, der mich erwartungsvoll anstrahlt… ich füttere ihm noch kurz zwei Leckerlies nach 1,2 Tricks und nehme ihm Halsband und Leine ab. Carmen Schmid erzählt gerade einem Messebesucher, wie toll der Beagle arbeitet… ich denke noch so, ohje… und dann kommt die Ansage ” Please welcome into the ring, Carmen Mayer mit Molesend Eatsalot representing Germany” – auweia, hoffentlich mach ich dem Vaterland keine Schande 😉 Naja, Darwin ist gebürtiger Brite, dann ist halt er schuld 😉

Und dann ist er da, der Applaus und das Gekreische all derer die mich kennen – Gänsehaut pur. Darwin ist wie er immer ist, fröhlich, ausgelassen, zu allem bereit. Und da steht sein Podest. Er springt direkt drauf. Guuuuut. Ich bin immer noch nicht nervös, winke sogar noch ins Publikum…. und ich mache mich bereit. Alles wird gut. Die Musik fängt an… der erste Knackpunkt: das runter- und wieder raufsteigen klappt fehlerfrei – puuh. Darwin ist fast übermotiviert, hält die Fussposition beim Wechseln ins Seitwärts nicht korrekt – völlig egal. Der Rest läuft prima, bis auf das Rückwärts, da rutscht er raus… und er nimmt die Bögen nicht gleich, war zu scharf drauf oder hat Herrle gesehen, der Fotos macht – alles wurst. Er arbeitet sich ‘nen Ast ab und ich Chaot komme viel zu früh zum Schluss, höre die Musik nicht mehr, das Pfeifen kommt gar nicht. Endposition dann irgendwann eingebaut… und es ist vorbei. Der Wahnsinn: Ich konnte jede Sekunde genießen. Krass! Ich renne im Freudentaumel zur falschen Ecke… Darwin ist superhappy, bekommt einen mega Jackpot aus Käse, Wurst und Geflügelherzen – alle um mich rum texte ich vor lauter Freude zu…. wow!

Mit Winnie gehts dann in die Teamzone die Requisiten abgeben und ihn kurz durchknuddeln. Dann zu den Fans 🙂 Riesen Freude und Jubel, Darwin schnappt sich extra Würstchen und Leckerlies, ist recht hyper…. dann raus mit ihm laufen und den ganzen Tag mit fettem Dauergrinsen im Gesicht. Meine Elter nehmen Lou mit heim, da hat er es schöner… Winnie bleibt für die Siegerehrung…
Ich sehe meine Teamkollegen, alle sind so süß. Sandra erzählt mir, dass schon 10 hinter mir sind – what? Wahnsinn! Da ist die Weltelite und ich hab schon 10 hinter mir gelassen, unser Ziel war einfach nur Spass haben und vielleicht nicht allerletzter sein. Wobei, einer muss diese ehrenvolle Aufgabe ja auch übernehmen…
Der Tag verfliegt voll, ich drücke dem restlichen Team die Daumen und es kommt zur Siegerehrung… geniales Gefühl. Wir haben uns tatsächlich den 27. Platz von 42 ertanzt. Und das Tollste, direkt zusammen mit Lisa zu feiern, die einen Platz vor uns landen, weil Lisa Foxi leider aus Versehen getreten hat…. Katrin ist bestes deutsches Team, und Johanna unser Kücken, schlägt sich super. Boah, ich fass es nicht….

Und dann Freestyle Tag. In Kurzform: Wahnsinn! Das deutsche Team hat 3 Hunde und 2 Menschen im Finale, Sandra und Lizzy führen…. OMG!!!
Und sie liefern ab, die deutschen Mädels! 10. und 7. Platz für Schwups und Pepsi mit Katja und ein unfassbar genialer 1. Platz für Sandra und Lizzy. Sandra und Lizzy, ich wüsste nicht, wer es mehr verdient hätte!!! Unsere Freestyle-Mädels werden Vize-Europameister, wir HTMer landen auf einem achtbaren 7. Platz.

Und dann noch schnell die von meiner Mum organisierten Richtergeschenke reingetragen, Siegerehrung, das Gefühl haben, dass Sandra gewinnt, die Hymne hören und vorbei ist es…

Wahnsinn!
Tausend Dank für dieses unvergessliche Ereignisse an das deutsche Team: Sandra & Lizzy, Lisa & Foxi, Katja &Pepsi&Schwups, Daniela&Monk, Johanna&Benji, Katrin&Glenty, Manu&Alex, und Melanie&Julie. Es war verrückt und genial mit euch! Und es war mir eine Ehre…

Danke an Carmen Schmid und all ihre Helfer, ohne euch wäre dies nicht möglich gewesen!
Danke an Petra Funk für das Tauschen der Speakerzeit, sodass ich Pierre noch zum Flughafen bringen konnte und für das Einweisen ins Speakern…

Hach…. um 23.00 Uhr war ich daheim, hab Unterricht vorbereitet und konnte vor lauter Adrenalin bis 2.00 Uhr nicht einschlafen…
Danke euch, was ein Wochenende!!

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Seminar mit Heather Smith & OEC-Qualifikation

Wow!
Wir haben ereignisreiche Tage hinter uns 🙂
Ich habe in der Woche nach Ostern Heather Smith zu einem Seminar für Freunde und Bekannte eingeladen. Wir durften in Jessica Bollmanns Hundesporthalle trainieren und tanzen und hatten mächtig viel Spass!!

2 Tage lang Heelwork, 2 Tage lang Freestyle – es war einfach genial! Für mich war es dennoch etwas anstrengend, da ich Heather am Montag Abend in Stuttgart abholte und wir dann in die Schweiz fuhren, nach 4 Tagen Seminar gab’s noch einen Tag Sightseeing am Bodensee und dann ging’s am Sonntag zum Richten und Teilnehmen an der OEC Quali im Saarland.

Es war ein wunderbar organisiertes Turnier und wir schafften es tatsächlich in’s deutsche Team für die Europameisterschaft 2014 – darüber freue ich mich umso mehr, findet sie doch dieses Jahr in meiner Heimatstadt Stuttgart statt 🙂

Unser Tanz war von meiner Seite wenig glorreich, Darwins Part war klasse 🙂

Nachdem Lou in Senioren Fun ein supersüßes Tänzchen hinlegte (wir tanzen nur noch zu seiner Erheiterung, was oft zur Erheiterung des Publikums beiträgt :D), hatte ich ca. 6 Tänze um mich und Darwin vorzubereiten. Also gab’s für Lou ein Cool-Down und ich huschte zum Umziehen. Fertig umgezogen teilte mir Pierre mit, dass ich mich etwas beeilen müsste, ich sei gerade ca. 15min weg gewesen…

Also wurde ich leicht panisch. Darwin durfte dann noch entspannt pieseln und sich warmlaufen. Dann ging’s in die Halle. Weil Darwin den Eingangsbereich supergut riechen konnte, ich aber nicht wollte, dass er den Nasenmodus einschält, konzentrierte ich ihn schon auf mich. Das funktionierte auch perfekt, aber er war jetzt angeschaltet… und das, bevor Lisa überhaupt im Vorbereitungsring war… d.h. viel zu früh. Naja, ich wärmte ihn dann so langsam auf… insgesamt ergab sich dann eine reine Warm-Up-Zeit von ca. 15min – das ist für Darwin eigentlich zu lang – dachte ich.
Dann sollte es losgehen, wir durften in den Ring… wir stellten uns in unsere Startposition. Ich gab das Musiksignal und wartete. Weil ich dachte, man hätte es nicht gesehen, gab ich es nochmal. Wieder nichts…. dann fragte ich nach der Musik (ich hoffe, nicht zu sehr angespannt…), entließ Darwin aus seiner Position und blödelte etwas mit ihm herum. Währenddessen sagte ich der lieben Dame am DJ-Pult, dass das Lied vorher beim Testen getan hatte – da saß ich daneben. Marianne war so lieb und versuchte mich an eine Ersatz-CD zu erinnern, ich rief schon nach Pierre, und durfte dankenswerterweise nochmal kurz raus. Dann lief die Musik…. puuuuh.
Während ich draußen war, sagte ich so vor mich hin “meine Nerven” – was man wohl allerdings bis ins Publikum hörte – peinlich, peinlich 🙂

Ich war auch tatsächlich aufgeregt, einfach wegen der langen Vorlaufzeit, ich wusste nicht, wie Darwin das hinbekam.
Aber er war glücklicherweise extrem genial. Nur ich muss noch viel an mir arbeiten. Da Monika  mit Jan leider abgebrochen hat, wurde es für uns der 3. Platz nach Sandra mit Lizzy und Lisa mit Foxi.

Ich freue mich riesig, im Team zu sein, das wird ein Wahnsinns-Erlebnis 🙂

Winterthur :D

Und das Turnierjahr startete traditionsgemäß mit Winterthur 🙂
Ich hatte wieder einmal die Ehre, in Winterthur richten zu dürfen – das ist immer besonders toll. Am Freitag sind wir direkt nach der Schule angereist, dankenswerter Weise kam Pierre zur Hundebetreuung mit, da mein Programm recht voll wahr. Mit Darwin startete ich am Freitag in der Funklasse, nur um das neue Lied einmal in einer Turniersituation auszuprobieren, da es doch recht schnell ist und ich nicht wusste, ob Winnie das Tempo auch in einem stressigen Umfeld zeigen kann – aber er kann 🙂 Er wurde nur gegen Ende etwas müde, aber daran werden wir arbeiten 😉 Lou’s Choreo war noch sehr unfertig und so durfte er mit Herrchen chillen.

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Der Freitag war dann auch recht schnell um und das Richten mit Esther, Anneke, Manu, Marianne, Saskia und den Schattenrichtern Sonja, Melanie und Sandra machte mächtig Spaß.
Am Samstag hatte ich glücklicherweise Zeit in den Vortrag von Doris Walder und Eva Holderegger-Walser hineinzuschnuppern, deren Übersetzung der Puppy Puzzle DVD von Pat Hastings im Übrigen nur zu empfehlen ist! Dass es dann noch klappte, dass die beiden mir Darwin noch betrachteten, war natürlich perfekt! Mir war einfach wichtig, zwei geschulte Augen sein Gebäude beurteilen zu lassen, einfach um zu wissen, wo er Schwachstellen hat, damit ich das für den Sport weiß. Glücklicherweise waren Sie mit Darwin zufrieden 🙂 und einzig seine etwas steile Schulter und das Karpalgelenk könnten etwas optimaler sein – ist aber wohl rassebedingt 🙂 Ich bin also superhappy!

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So sind wir dann am Sonntagabend glücklich wieder heimgefahren..

Restjahres-Rückblick Part 2

Nach Genf und Stuttgart folgten Lengnau und Salzburg 🙂

Lengnau
Auf Lengnau freute ich mich sehr, besonders da es mir von Seiten der Organisatoren ermöglicht wurde, nur samstags anstatt beide Tage zu richten. Grund dafür war der Geburtstag meines Vaters am 24.  Dafür dankeschön! Ich habe mich in Lengnau sehr wohl gefühlt und die Halle ist von ihrer Größe her ideal.
Neben meinem Richterjob wollte ich auch mit Darwin starten, unter Anderem weil ich es schön finde, wenn HTM-Klassen gut angenommen werden.
Unser Start war für mich etwas durchwachsen… Winnie wurde nicht richtig wach, war etwas abgelenkt im Vorbereitungsring. Dann beim Start brauchte er mehr Signale als sonst, hatte wohl etwas im Ohr – ich dachte kurzzeitig an Stress – es fühlte sich nicht “rund” an, sodass ich nach ca. 30 Sekunden abbroch. Mit so einem Gefühl wollte ich einfach nicht weitertanzen und aus dem Ring gehen… Das Video von unserem Tanz zeigt, dass es oft nicht so schlimm aussieht, wie es sich anfühlt. Man sieht einen motivierten Beagle, der nur ein-, zweimal das Ohr schüttelt, aber ich finde es enorm wichtig auf sein Gefühl zu hören. Und wenn mann eben 100% Hingabe von seinem Tanzpartner gewohnt ist, mag man nicht mit 90% tanzen 🙂 Das Bubi fand’s glaub ganz cool so kurz nach dem Start direkt dann raus, bissle noch was tun und Megaparty.
Ich zweifelte innerlich, ob Stuttgart nicht doch zu viel war oder generell die viele Turniere hintereinander – blickte dann aber abends  in freudestrahlende Äuglein, die gerne noch was tun wollten 😉

Salzburg
Wow! Was Moni und ihr Team da wieder zauberten – ich freute mich sehr, alle mal wieder zu sehen! Wir durften auf dem gleichen Teppich tanzen, auf dem Tags zuvor noch die Agility Meisterschaften stattgefunden und Stars wie Silvia Trkman gelaufen waren. Ich hatte mit Lou in der Fun gemeldet und wollte mit Darwin in Klasse 2 starten, jedoch mit unserer HTM-Choreo. Ich war mit unserer unausgereiften Freestyle-Choreo noch nicht so wirklich zufrieden, deswegen nochmal Blingading 🙂 Und was soll ich sagen?! Ich war superduperhappy, dass wir uns in einem großen Starterfeld mit unserer HTM-Choreo den 3. Platz sicherten. Waaaaahnsinn! Pierre saß auf der Tribüne und strahlte mich an, als wir bei der Rangverkündung einer Platzierung immer näherkamen – und ich bereute, dass Darwin nicht bei mir war, sondern den Schlaf der Gerechten schlief. Und dann das! Nach meinen Zweifeln in Lengnau war das ein perfekter Jahresabschluss und ich freue mich noch heute mega darüber! Mit einem Beaglechen und einer HTM-Choreo in Klasse 2 FS mithalten zu können macht mich unglaublich stolz auf den Buben. Und auf unseren fitten Opi sowieso 😀 hach!

Foto 2 Foto 1
Danke an https://www.facebook.com/OnceInALifetimeDogFotografie für die tollen Fotos 🙂

Ein später Restjahres-Rückblick

Wow!

Das Ende von 2013 hatte es in sich, so sehr, dass ich aus zeittechnischen Gründen mich bereits vorab gegen ein Richten in Freiburg entschieden habe, jedes Wochenende ein Dogdance-Turnier schaffe ich einfach nicht … Aber das mit Freiburg holen wir 2014 nach 😉

Genf

Wir waren dieses Jahr das erste Mal in Genf. Genf besticht vorallem durch seine tolle Parkmöglichkeit in einer Messehalle und den schönen Ring. Gemeinsam mit Petra und Debra war ich zum Richten dort und startete mit Darwin in HTM Fun. Lou war die Woche darauf in Stuttgart erst wieder dran, für ihn sind mir allzu regelmäßige Starts zu viel – der Bub ist auch vom Zugucken mit Herrchen ganz platt. Das Turnier fand nur am Samstag statt, war aber sehr gut besucht. Es war sehr schön dort und ich versuchte mich mit französischen Feedback, wobei die Betonung auf “versuchte” liegt. Darwin bekam eine durchwegs außergewöhnliche Bewertung, was mich riesig freute – es macht uns so viel Spass, gemeinsam zu tanzen 😉

Stuttgart

Genial, was Carmen Schmid und ihr Team hier auf die Beine stellten: die Generalprobe für die OEC 2014 ist mehr als geglückt! Teilnehmerplätze mit Blick auf die Tanzfläche sind nur das Sahnehäubchen 🙂 Auf meinem “Heimatturnier” war ich “nur” als Tänzer und zeitweise als Speaker zu Gange. Aber es war wunderbar! Neben Freunde treffen und shoppen stand ein recht anstrengendes Programm vor allem für Darwin auf dem Plan. Am Samstag Start in HTM2 und am Sonntag in Klasse 2, sowie ein Ehrenringauftritt. Das war für mich die Probe auf’s Exempel, was ich von dem kleinen Mann erwarten darf. Im Zweifel war Lou mit seiner verrückten Seniorenchoreo zur Übernahme der Ehrenringdarbietung natürlich bereit :). Was soll ich sagen?! Ich bin superstolz auf meine zwei Jungs.

Darwin startete in den Samstag mit einer herrlichen HTM-Vorstellung, die genialerweise mit dem 1. Platz belohnt wurde! Noch heute warte ich auf das Siegerfoto mit meinem Grinsen: ich war soooo mächtig stolz auf den Buben: unser erster Platz 1: Wahnsinn! Lou zog nach und hatte sichtlich viel Spass im Senioren Fun, er bellte hier und da und forderte sein Leckerlie, aber mit beinahe 12 darf man das, getreu seines Choreographiemottos “It’s a beautiful day” rockten wir zu U2 den Ring. So viel Lebensfreude von Lou macht mega viel Spass!

Der Sonntag war der Tag unseres Klasse 2 Starts. Darwin war super gut drauf, nur unsere Choreo sehr lückenhaft, ich musste viel improvisieren, manches klappte nicht, mit Platz 7 von 12 fühlte ich mich fast zu gut bewertet 😉 hier zeigte sich mir, dass ich meine Priorität momentan wohl sehr auf HTM verlagert hatte, weswegen ich die Tarzan-Choreo jetzt erstmal eintüte. Darauf dann der Auftritt im Ehrenring, den ich eigentlich mit Lou machen wollte, weil er so superfit drauf war… Das wurde uns aber durch eine Attacke eines Fremdhundes vermasselt, als wir auf der Treppe saßen. Lou war danach verständlicherweise durch den Wind. Das hieß für mich: es mit Darwin wagen? Der dritte Tanz an zwei Tage: er strahlte mich an und schien zu sagen: warum nicht?! Auf geht’s! Der Tanz verlief ganz gut, nicht so schwungvoll wie gewohnt, aber mir wurde klar, warum. Der Kerl hatte sich eine Rinderschulterknorpelkauplatte einverleibt und hatte unendlich viel Durst… Vor dem Start war das Wasser in seiner Box noch voll gewesen, danach zog er wie verrückt dorthin und trank mehrere Näpfe voll…

insgesamt ein wunderbares Wochenende und es fühlte sich toll an, zu sehen, dass Darwins Arbeitsfreude und Motivation auch unter verschärften Bedingungen nicht leidet 🙂

Danke an Andrea & Silvia für dieses tolle Loumi-Video

und das von Darwin:


P.S.: Die Sprünge über den Rücken waren eine nicht geplante Eigenkreation Darwins 🙂

Das Zeitempfinden meiner Hunde

Tja, über Zeitempfinden von Hunden wurde schon viel geschrieben und disktutiert. Inzwischen ist man sich ja einig, dass Hunde regelmäßig wiederkehrende Dinge (immer zur gleichen Zeit heimkommendes Herrchen oder Frauchen) recht gut einschätzen können.

Das Zeitempfinden von Lou habe ich als bisher nicht spektakulär wahrgenommen… er ist da sehr entspannt was Futterzeiten und Ähnliches angeht. Darwin ist da etwas penetranter, aber nicht unbedingt zeitgebunden, sondern eher ritualgebunden: “Wenn du aufstehst, gibt’s Frühstück, gell? Wenn wir vom Spazierengehen heimkommen, gibt’s Fressen, gell??!”

Aber mein Hund kann fast sekundengenau, Zeitspannen abschätzen. Woher ich das weiß ? Ich hab’s auf Video… 😉

Aber von vorn: Die Tatsache, dass ich herausgefunden habe, dass Darwin so ein Zeitgefühl hat, lag darin begründet, dass er in Gertau während meiner 2 Tänze zum Eingang geflitzt ist. Ich hab mich noch gewundert, da wir kein Jackpottraining machen… Ich grübelte, ob etwas interessantes am Eingang passiert ist, oder ob er verknüpft hat, dass es auf dem Turnier nur Futter außerhalb des Ringes gibt.

Aber nein! Als Hund einer Dogdance-Richterin kennt mein Hund die Musiklängen der einzelnen Klassen, jawoll! Wir sind in Gertau das erste Mal Klasse 2 offiziell gestartet. Davor waren wir Klasse 1 Starter. Und unsere Lieder waren zumeist um die 1.45 min oder 1.50 min lang. Und was macht ein dienstbeflissener Klasse 1 Hund? Nach genau dieser Zeit düst er zum Ausgang, “weil bisher gab’s immer nach 1.50min was zu Fressen”! Unglaublich!

Ich denke es ist eine Kombination aus verschiedenen Verknüpfungen, die Folgendes beinhalten könnten:

– die tatsächliche Zeitspanne (oder ist das an 2 aufeinanderfolgenden Tagen mit 2 unterschiedlichen Choreos nur Zufall?!)
– die Tatsache, dass es die Belohnung tatsächlich immer draußen gab
– die Tatsache, dass ich zumeist nur Sequenzen trainieren und es vernachlässigt habe, längere Zeit als meine Choreozeiten am Stück durchzutrainieren – schlimmer Trainingsfehler!

Also hab ich jetzt den armen Buben einfach mal länger laufen lassen und werde demnächst in den Funklassen zusätzlich wieder im Ring belohnen. Unglaublich, was dieses kleine, clevere Schlitzohr da kombiniert hat – hach, was ein süßer Feger ;)!

Heelwork to Music

uuund hier das Video:

Anhand der Rangliste wurden wir relativ niedrig auf der technischen Seite bewertet. Ein niedriger Fluss ist absolut nachvollziehbar. eine schlechte Ausführung könnte wegen meiner Hand und Winnies Gehopse sein, bei Inhalt und Schwierigkeitsgrad komme ich gerade mächtig ins Grübeln. Bei 8 Positionen mit bis zu 3 Bewegungsrichtungen und unterschiedlichen Geschwindigkeiten dachte ich den Inhalt und Schwierigkeitsgrad von Klasse 2 getroffen zu haben…. boah, Mensch, da wird ja echt was vorgelegt. Hut ab vor allen HTMlern … da kommt mächtig Arbeit auf uns zu 🙂 Ich freu mich riesig drauf!